Kürbis-Gnocchi vom "Marina di Chioggia" in cremiger Balsamessig-Sauce

Kürbis: Marina di Chioggia (Photo: Miriam Diamond / C.Commons 3.0)

Für dieses Kürbis-Gnocchi Rezept verwenden wir einen italienischen "Marina di Chioggia" (Bild). Dieser Kürbis zählt nicht unbedingt zu den Schönheiten seiner Gattung. Aber wir lassen uns durch seine herbe Erscheinung nicht abschrecken, belohnt sein dunkelgelb-oranges Fruchtfleich doch mit einer herrlichen Süße und feinen Kürbisnoten, was ihn zum kulinarischen Allrounder von der Suppe bis zur Süßspeise macht.

Wie der Name schon vermuten lässt, stammt die Sorte aus Italien. Die Bezeichnung verweist auf die historische Küstenstadt Chioggia am südlichen Ausläufer der venezianischen Lagune, die Gourmets wohl auch für ihre zweifelhafte Berühmtheit als Heimat der berüchtigten Venusmuschel-Piraten der Serenissima bekannt sein dürfte.

Für das Rezept können natürlich auch andere Kürbissorten (z.B. Muskat oder Hokkaido) verwendet werden. Für die Sauce empfehlen wir einen hochqualitativen italienischen oder einheimischen Balsamessig, geschmackliche Experimentierfreudigkeit ist hier kein Hindernis. Die Zubereitung nimmt rund 1 bis 1 ½ Stunden in Anspruch.

Zutaten-Einkaufsliste (für 4 - 6 Personen)

Für die Gnocchi:

250 g Kürbis
1 große Kartoffel, mehlig
300g Mehl plus Mehl zum Bestäuben
1 TL Salz
1 Ei

Für die Balsamessig-Sauce:

250 ml Schlagobers
100 ml Hühner- oder Gemüsebrühe
20-30 ml Balsamessig

Die einfache Zubereitung:

Den Backofen auf 180° C vorheizen. Den Kürbis in große Stücke schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Kürbisstücke mit der Schale nach oben liegend backen bis sie weich sind und leicht Farbe angenommen haben. Währenddessen die Kartoffel in Salzwasser garen.

Kürbis und Kartoffel abkühlen lassen und dann das Fleisch aus der Schale schaben. Beides durch eine Kartoffelpresse oder die Flotte Lotte in eine Schüssel passieren. (Sollte beides nicht zur Hand sein, geht das mit etwas mehr Zeitaufwand auch einfach mit der Gabel.)  

In einer großen Schüssel das Mehl und das Salz vermengen und in der Mitte eine Mulde formen. Darin das geschlagene Ei und die Kartoffel-Kürbis Mischung einarbeiten, bis der Teig nicht mehr am Rand klebt und zu einer Kugel geformt werden kann. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche, die Mischung dann für weitere für 5 bis 8 Minuten, weich und geschmeidig kneten.

Nun folgt das Formen der Gnocchi. Den Teig in 4-6 Stücke teilen und mit den Handflächen jedes Stück zu einer Rolle von etwa 10-15 mm  im Durchmesser formen. Dann in 25 mm lange Stücke schneiden.

Die Stücke zwischen den Handflächen vorsichtig in kleine Kugeln formen und auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Zähnen einer Gabel abrollen. So entstehen die charakteristischen Kerben der Gnocchi.
Möchte man die Gnocchi noch authentischer auf den Teller bringen, rollt man die Teigstücke mit der Hand über die Zähne der Gabel, während man den Teig auf der Rückseite leicht mit dem Daumen einkerbt und faltet.    
Wie das am besten geht könnt ihr euch zum Beispiel bei Jamie Olivers Mentor Gennaro Contaldo genauer ansehen.

Auf einer leicht bemehlten Fläche können unsere Kürbisgnocchi nun bis zum Kochen ruhen, während wir die Sauce zubereiten: In einem mittelgroßen Topf Hühner/Gemüsebrühe und den Balsamessig aufkochen mit dem Schlagobers aufgießen und bei mittlerer Hitze cremig reduzieren.

Zum Fertigstellen, die Gnocchi für 3 bis 5 Minuten in einem großen Topf mit leicht kochendem Salzwasser garen bis sie weich aber noch bissfest sind. Vorsichtig abgießen in der Sauce schwenken und nach belieben mit Parmesan und etwas Kresse bestreut sofort servieren.

Buon Appetito wünscht Copaloca Catering!

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